Urnengemeinschaftsanlage planen — was ein Friedhof wissen muss
Was vor der Planung geklärt sein muss
Bevor ein Friedhof mit der konkreten Planung beginnt, stehen drei grundsätzliche Fragen am Anfang:
- Gibt es eine geeignete Fläche auf dem Friedhofsgelände?
- Ist die Friedhofssatzung bereits angepasst oder muss sie ergänzt werden?
- Welches Betriebsmodell passt — Direktkauf oder Partnerschaft ohne Eigeninvestition?
Diese drei Fragen lassen sich in einem einzigen Gespräch klären. Im Anschluss kann die konkrete Planung beginnen. Vom ersten Gespräch bis zur betriebsfähigen Anlage vergehen in der Regel 8–12 Wochen.
Schritt 1: Fläche prüfen
Das Grundmodul des Himmelreich Memorial benötigt eine ebene, befestigte Fläche von mindestens 3 × 1,5 Metern. Dazu kommt ein befestigter Umgebungsbereich (Kiessubstrat oder Pflaster) von ca. 1 Meter auf jeder Seite als Sicherheitsabstand und für den würdevollen Auftritt der Anlage.
Geeignet sind: nicht mehr nachgefragte Erdgrabfelder, Randflächen, ehemals anderweitig genutzte Bereiche im hinteren Teil des Friedhofs. Nicht geeignet: direkt unter tief verwurzelten Bäumen (Fundamentproblematik), auf Flächen mit starkem Hanggefälle oder in Hochwassergebieten.
Technische Mindestmaße Grundmodul:
Aufstellfläche: 3,0 × 1,5 m | Fundament: 150 × 150 cm, 80–100 cm tief | Gesamtfläche inkl. Umgebungsbereich: ca. 10–15 m² | Kapazität: 32 Urnenplätze (erweiterbar auf 58)
Schritt 2: Fundament vorbereiten
Das Fundament ist die einzige bauliche Maßnahme, die der Friedhof selbst in Auftrag gibt. STOI gibt genaue Vorgaben — die Ausführung kann durch den Friedhof, einen lokalen Tiefbauer oder ein Bestattungsunternehmen erfolgen.
Vorgaben: Bewehrter Beton C20/25, 150 × 150 cm Grundfläche, 80–100 cm tief, oberflächenbündig abgezogen. Kosten in der Regel 800–1.500 € je nach regionaler Preislage. Aushubtiefe und Bodenbeschaffenheit sollten vorher geprüft werden — auf alten Friedhofsflächen können historische Grabfundamente vorhanden sein.
Schritt 3: Genehmigung einholen
In der Regel ist kein formales Baugenehmigungsverfahren erforderlich. Das Himmelreich Memorial gilt als Grabmal, nicht als bauliche Anlage im baurechtlichen Sinne — es liegt auf Friedhofsgelände und hat keinen überbauten Grundriss im baurechtlichen Sinne.
Was dennoch zu prüfen ist:
- Kennt die Friedhofssatzung die Grabform „Urnengemeinschaftsanlage“ bereits? Wenn nicht, ist ein Gemeinderatsbeschluss nötig — formal, aber unkompliziert.
- Gibt es denkmalschutzrechtliche Auflagen für den Friedhof? In diesem Fall kann ein Abstimmungsgespräch mit der Denkmalbehörde sinnvoll sein.
- Ist der Friedhof in einem Überschwemmungsgebiet? Dann gelten besondere Anforderungen an das Fundament.
Schritt 4: Trägermodell wählen
Wie soll die Anlage betrieben werden? Zwei Optionen stehen zur Verfügung:
- Direktkauf: Der Friedhof kauft die Anlage einmalig. STOI liefert, montiert und gibt 10 Jahre Garantie auf Standfestigkeit. Alle Einnahmen aus Nutzungsgebühren verbleiben beim Friedhof.
- Partnerschaft: STOI stellt die Anlage ohne Kaufpreis bereit. Der Friedhof zahlt je belegtem Platz 35–40 % der Nutzungsgebühr an STOI. Kein Kapitaleinsatz für den Friedhof.
Mehr Details finden Sie auf der Seite Partnerschaft und im Ratgeber Partnerschaftsmodell für Friedhöfe.
Schritt 5: Aufbau durch STOI
Wenn Fundament steht und Trägermodell vereinbart ist, übernimmt STOI den vollständigen Aufbau. Dauer: 1–2 Arbeitstage. Danach ist die Anlage betriebsbereit — Glasplatten montiert, Kiessubstrat gesetzt, Gravuren für erste Belegungen vorbereitet.
Der Aufbau findet auf dem Friedhof statt. Eine Sperrung des Bereichs für 1–2 Tage ist ausreichend. Schwere Baumaschinen sind nicht erforderlich.
Schritt 6: Belegungsmarketing starten
Eine neue Grabform ist nur so gut wie ihre Bekanntheit. STOI unterstützt bei der Kommunikation gegenüber Angehörigen — mit Informationsmaterial, Broschüren und auf Wunsch bei Informationsveranstaltungen auf dem Friedhof.
Erfahrungswert vom Friedhof Lenzfried: Die ersten Belegungen kamen innerhalb von 4 Wochen nach Inbetriebnahme. Mundpropaganda und der optische Auftritt der Anlage am Friedhof sind die stärksten Marketinginstrumente.
„Der Aufwand für den Friedhof ist gering. Das Fundament, die Satzung, ein Beschluss — das ist alles. Den Rest machen wir.“
Häufige Fragen zur Planung einer Urnengemeinschaftsanlage
„Die häufigste Frage ist: Wie lange dauert das? Die ehrliche Antwort: 8 Wochen vom ersten Gespräch bis zur Belegung. Das ist alles.“Daniel Probst-Bosch — Steinmetzmeister und Bildhauer, STOI Concept
Planungsgespräch anfragen — kostenlos und unverbindlich
Wir besprechen in einem ersten Gespräch Ihre Fläche, Ihre Satzung und das passende Modell für Ihren Friedhof. Kein Verkaufsgespräch — ein Gespräch unter Fachleuten. Referenz: Friedhof Lenzfried, Kempten (seit 2023 in Betrieb).